Es freut mich sehr, dass ich mit diesem Artikel bei der Blogparade von Jasmin Kreitmeier ( mamaherzundbauchgefuehl.com ) zum Thema Vorsätze für 2016 dabei sein darf. Es sind in den letzten Tagen wundervolle Artikel in diesem Zusammenhang erschienen. Eine Auflistung findet ihr am Ende meines Artikels.

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Du kennst sicherlich solche Tage…

…Du wachst morgens auf und am Frühstückstisch oder beim Duschen überlegst Du, was du heute so alles erledigen willst.

Es überrollt Dich wie eine Lawine.

Du rennst wie ein Eichhörnchen durch die Wohnung, fängst hier mal was an, dann dort, bringst schnell mal einen Wäschekorb in den Keller und stolperst dabei über den Karton mit den Weihnachtskugeln, die ihren Weg in den Keller auch noch nicht selbst gefunden haben.

Dann musst Du noch beim Kinderarzt anrufen, die Bücher in die Bibliothek zurückbringen, staubsaugen, nachher die Große zum Turnen bringen, auf dem Weg noch einkaufen, oder lieber jetzt schon? Was gibt’s eigentlich zum Mittagessen?
Du weißt nicht was du zuerst machen sollst.
Dein Akku ist eigentlich jetzt schon leer. Kein Wunder zu dieser Jahreszeit, in der Du Dich nicht mal mit Solarenergie auftanken kannst.

In der Ruhe liegt die Kraft

Du brauchst etwas das dir Energie schenkt und gleichzeitig ruhiger macht. Die Lösung? Eine ganz einfache Atemübung aus dem Hatha-Yoga, die Du eigentlich überall praktizieren kannst. Nimm Dir dafür lediglich 5-10 Minuten Zeit. Nimm Dir die Zeit gerade dann wenn Du denkst Du darfst eigentlich keine Minute verschenken.

Auch wenn Du noch keine Erfahrungen mit solchen Übungen hast, kannst du sie leicht erlernen. Integriere sie in Deinen Alltag und Du wirst merken, es funktioniert.

Die Übung wird im Sitzen praktizieren. Ob Du dabei auf einem Kissen im Schneidersitz oder Fersensitz sitzt oder auf einem Stuhl ist egal.
Wichtig ist nur, dass Deine Wirbelsäule aufgerichtet ist. Das Kinn wird dabei leicht zum Hals gezogen.
Du solltest frei in Deinen Bauch atmen können. Dafür musst du dir aber nicht extra etwas anderes anziehen. Es genügt wenn du deinen Gürtel oder einen Knopf deiner Hose öffnest.

(ACHTUNG: Wenn Du schwanger bist solltest Du bei der Übung nicht den Atem anhalten. Du kannst die Übung aber auch praktizieren ohne den Atem anzuhalten. Sie wirkt dann zwar nicht so stark, hat aber immer noch viele positive Aspekte.)

Los geht’s:

Die linke Hand hältst Du so wie auf dem Foto und legst sie locker auf Deinen linken Oberschenkel

linke hand

Die rechte Hand hältst Du so.

rechte hand

Jetzt atmest Du 3 mal mit geschlossenen Augen ganz normal ein und aus ohne etwas zu beeinflussen.  Die Augen bleiben geschlossen. Jetzt verschließt Du mit dem rechten Daumen das rechte Nasenloch und atmest zügig 3 Sekunden lang ein. Dann verschließt Du mit dem Ringfinger das linke Nasenloch und hältst den Atem für12 Sekunden an. Dabei spannst du Deinen Beckenboden an. Nach den 12 Sekunden entspannst du Deinen Beckenboden, öffnest das rechte Nasenloch und atmest ruhig 6 Sekunden lang aus.

Jetzt das ganze umgekehrt: durch das rechte Nasenloch zügig 3 Sekunden einatmen, wieder beide Nasenlöcher verschließen, 12 Sekunden lang Atem anhalten, dabei den Beckenboden anspannen und dann das linke Nasenloch öffnen, Beckenboden entspannen und 6 Sekunden lang ruhig ausatmen. Jetzt wieder links einatmen….

Das praktizierst Du nun für ca. 5 Minuten und beendest die Übung dann mit dem Ausatmen durch das linke Nasenloch.

anuloma viloma wechselatmung atemübung

Der 3 – 12 – 6 – Rhythmus ist eigentlich der Anfängerrhythmus, später kannst Du auch 4 – 16 – 8 ausprobieren. Sollten Dir die 12 Sekunden Atem- Anhalten aber auch schon zu lange sein, kannst du auch 2 – 8 – 4 testen. Schau einfach was Dir gut tut. Du solltest zu keiner Zeit Anstrengung verspüren, achte stets darauf dass Deine Stirn, Deine Kiefermuskulatur und deine Zunge locker und entspannt bleiben.

Nach der Übung bleibst Du noch eine Weile (~1-2Minuten) mit geschlossenen Augen sitzen und lässt den Atem jetzt wieder ganz natürlich fließen.

Beobachte nun Deine Gedanken als Zuschauer und versuche sie nicht zu bewerten. Lasse sie kommen und wieder gehen ohne sie festzuhalten. Wenn Dir das schwer fällt, dann benutzte folgendes Bild: Setze aufkommende Gedanken auf eine Wolke und lasse diese dann weiterziehen.

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Wenn ich denke dass alles gerade wieder mal drunter und drüber geht hilft mir diese Übung immer ungemein. Ich habe häufig danach das Bild eines leerstehenden Raums mit vielen offen stehenden Türen im Kopf. Dieses Bild beschreibt eigentlich ziemlich genau die Wirkung von Anuloma Viloma,  auch Wechselatmung genannt.

Sie ist eine Reinigungsübung. Die Energiebahnen im Körper werden hierbei  gereinigt. Mit dem freieren Energiefluss fühlt man sich harmonischer, ausgeglichener und kann äußeren und inneren Widerständen gelassener begegnen.

Die Übung sorgt dafür, dass Energie ungehindert durch Deinen Körper fliessen kann. Schafft Ruhe im wirren Geist und hilft Dir Deine Gedanken zu sortieren. Sie harmonisiert das Nervensystem und bringt Dich in „deine Mitte“.

Hier nochmal zusammengefasst die verschiedenen Wirkungen von Anuloma Viloma:

– geistig: fördet die Konzentrationsfähigkeit, hilft zur inneren Ruhe und Kraft zu finden, emotionelle Ungleichgewichte werden in das ruhige Gefühl der Kraft und Stärke umgewandelt

– körperlich: erhöht die Lungenkapazität, gutes Training für Herz und Kreislauf, hilft die Nasendurchgänge zu öffnen, sehr gut gegen Allergien, Heuschnupfen und Asthma, wirkt vorbeugend gegen Erkältungskrankheiten.

Anwendungsgebiete:
bei Nervosität, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlaflosigkeit und emotionalen Spannungen.

Ich wünsche Dir viel Spaß beim praktizieren und wünsche Dir für die Zukunft innere Ruhe und Gelassenheit, Freude und Kraft für dich und deine Familie! Erzähl mir von deiner Erfahrung mit dieser Atemübung. Ich freu mich auf Deinen Kommentar.

Wie versprochen die Links zu den anderen Artikeln meiner Blogger-Kolleginnen:
> Wie du stark und selbstbewusst mit deinem Baby artgerecht lebst und die Kritik aus deinem Umfeld unwichtig wird   – von Jasmin Kreitmeier

7 Tipps für den Vorsatz „kein Schimpfen, Brüllen, Ausrasten mehr“ –  von Stefanie Bruns
5 Punkte Plan, der Dir hilft den familiären Konflikt als Chance zu erkennen 
 – Renee Mennekes
Vom Vorsatz, keine Vorsätze zu haben  – Katharina Walter
Die Stimme des Herzens zwischen Eltern und Kindern  – Jundra Montandraud
Von zielen und Vorsätzen – von wollen und sollen  – Lena Busch